Forstbegehung in Weinähr – ein Vormittag im Weinährer Wald

Am Samstag, dem 12. September 2026, hatte die Ortsgemeinde Weinähr mit Unterstützung der Jagdpächter Volker Salzwedel und Dirk Nellen zu einer Forstbegehung eingeladen. Treffpunkt war um 9.00 Uhr am Eingang des Gelbachhöhenwegs, von wo aus es unter der Führung von Revierförster Johannes Jäger in den Gemeindewald ging.

Zu Beginn begrüßte Ortsbürgermeister Florian Schliemann die Teilnehmerinnen und Teilnehmer und merkte mit einem Augenzwinkern an, für das gute Wetter habe die Ortsgemeinde eigens gesorgt. Er wünschte eine interessante Veranstaltung und leitete mit dem neuen, festen Holzablageplatz der Ortsgemeinde Weinähr zum Revierförster über.

Bild zur Forstbegehung am Samstag, den 12.09.2026

Johannes Jäger erläuterte zunächst den neuen Holzablageplatz und dann, welche Herausforderungen Holzschlag und Holzablage in der Gemarkung Weinähr mit sich bringen. Zwar gibt es viele Stellen, die sich grundsätzlich eignen, doch längst nicht überall darf Holz auch tatsächlich aufgeladen werden – an der Straße etwa ist das nicht möglich. Ein fester Holzablageplatz schafft hier Planungssicherheit.

Bild zur Forstbegehung am Samstag, den 12.09.2026

Ausführlich ging der Revierförster auf die heutigen Herausforderungen im Wald ein, allen voran den Klimawandel. Damit Holzschlag überhaupt möglich ist, braucht es eine ganze Reihe vorbereitender Maßnahmen: Wege müssen geschoben, Zuwegungen freigemacht und dauerhaft freigehalten werden. Dass die eingesetzten Fahrzeuge immer größer werden, macht die Sache nicht einfacher – auch die Holztransport-LKW müssen an die Ablageplätze gelangen können.

Bild zur Forstbegehung am Samstag, den 12.09.2026

An einem Weisergatter zeigte Johannes Jäger anschaulich, wie sich der Verbiss durch Wild auf die Verjüngung des Waldes auswirkt. In diesem Zusammenhang kamen auch die Herausforderungen der Jagdpächter zur Sprache: Der Bestand an Rehwild ist hoch, die Jungpflanzen leiden entsprechend, und die vorgegebenen Abschussmengen sind nur schwer zu erfüllen.

Bild zur Forstbegehung am Samstag, den 12.09.2026

Viele Fragen der Teilnehmer wurden unterwegs beantwortet. Häufig ging es darum, warum Holz im Wald liegen bleibt. Dafür gibt es gleich mehrere Gründe: Totholz ist ein wichtiger Bestandteil des Ökosystems, und bestimmte Flächen werden bewusst in Ruhe gelassen – dort darf kein Ast geschnitten werden, um Förderungen zu erhalten. Hinzu kommen Flächen, auf denen eine Bewirtschaftung ohnehin nicht sinnvoll möglich ist. Auch Renaturierung und Aufforstung sowie die Kosten der Forstwirtschaft waren Thema: Pflege, Sicherung des Baumbestands, das Pflanzen neuer Bäume und die Begleitung ihres Wachstums verursachen erheblichen Aufwand.

Den Abschluss bildete ein gemütliches Beisammensein an der Jagdhütte. Dirk Nellen und Volker Salzwedel hatten zu heimischen Wildbratwürsten, Brötchen und Salat sowie zu kühlen Getränken eingeladen. Ein besonderes Highlight war das traditionelle Jagdhornblasen zum Essen durch Dirk Nellen.

Bild zur Forstbegehung am Samstag, den 12.09.2026

Die Ortsgemeinde bedankt sich bei allen interessierten Teilnehmerinnen und Teilnehmern – es war eine tolle Atmosphäre und gute Stimmung bei bestem Wetter. Ein herzlicher Dank gilt Dirk Nellen und Volker Salzwedel für die hervorragende Verköstigung sowie Johannes Jäger für den ebenso anschaulichen wie interessanten Vortrag.

Die Forstbegehung soll künftig regelmäßig stattfinden. Anvisiert ist zunächst ein Zwei-Jahres-Rhythmus.